ICdoc® (Intensive Care Documentation) ist ein seit vielen Jahren etabliertes Dokumentationssystem für Intensivstationen. Es unterstützt die strukturierte Erfassung relevanter Daten und stellt diese für die lokale Dokumentation, Auswertung und Qualitätssicherung zur Verfügung.
ICdoc wurde vom Institut für Fertigungstechnik an der Technischen Unversität Wien und der Firma Büll Informatik GesmbH gemeinsam mit dem Österreichischen Zentrum für Dokumentation und Qualitätssicherung in der Intensivmedizin (ASDI) im Jahre 1996 entwickelt und seither laufend an die Anforderungen der Intensivmedizin und der Anwender angepasst.
Mit Beginn 2027 übernimmt die Firma Sekerka FlexCo die Wartung von ICdoc.
Strukturierte Dokumentation
ICdoc ermöglicht die strukturierte Dokumentation der für die Intensivmedizin relevanten Patienten- und Behandlungsdaten.
Dabei werden unter anderem etablierte Scores und Indizes wie SAPS 3, SAPS II, SOFA, APACHE II, TRISS und TISS-A unterstützt. Die erfassten Informationen bilden eine gemeinsame Datenbasis für Dokumentation, Auswertung und Qualitätssicherung.
Vorhandene Daten nutzen
Daten, die bereits in anderen Systemen des Krankenhauses vorliegen, können über standardisierte Schnittstellen in ICdoc übernommen werden. Dadurch lassen sich beispielsweise demografische Daten oder Labordaten automatisiert übernehmen.
ICdoc kann damit in die bestehende IT-Landschaft einer Intensivstation integriert werden, ohne Daten mehrfach erfassen zu müssen.
Mehr zu den Schnittstellen finden Sie auf der entsprechenden Seite.
Auswertung und Qualitätssicherung
ICdoc stellt die erfassten Daten auch für lokale Auswertungen und Berichte zur Verfügung.
Damit können beispielsweise Entwicklungen und Zusammenhänge bei Aufenthaltsdauer, Pflegeaufwand, Beatmung, Auslastung, Diagnosen, Infektionen oder weiteren dokumentierten Parametern betrachtet werden.
Die Auswertungen dienen insbesondere der internen Qualitätssicherung und der Analyse der eigenen Stationsdaten. Welche Auswertungen und Berichte im Einzelnen zur Verfügung stehen, wird gemeinsam mit den medizinisch Verantwortlichen weiterentwickelt.
Dabei geht es um die Betrachtung aggregierter Daten von Stationen, Patientengruppen und definierten Zeiträumen – nicht um eine individuelle Vorhersage des Behandlungsergebnisses eines einzelnen Patienten.
LKF und weitere Anforderungen
Für österreichische Anwender unterstützt ICdoc auch die erforderliche Aufbereitung und den Export der relevanten Daten für die Leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung (LKF).
Je nach Einsatzland können unterschiedliche Anforderungen und Module relevant sein.
Medizinische Fachlichkeit und Benchmarking
Die medizinisch-wissenschaftliche Betreuung von ICdoc sowie das Benchmarking liegen beim Verein ASDI – Österreichisches Zentrum für Dokumentation und Qualitätssicherung in der Intensivmedizin.
Beim Benchmarking werden Daten mehrerer Intensivstationen beziehungsweise definierter Stationsgruppen und Zeiträume miteinander verglichen. Dadurch können Intensivstationen ihre eigenen Kennzahlen im Verhältnis zu geeigneten Vergleichsgruppen betrachten.
Technische Betreuung
Die technische Betreuung von ICdoc erfolgt durch Sekerka FlexCo.
Dazu gehören die Betreuung des Produkts, technische Unterstützung, die Wartung und Aktualisierung von ICdoc sowie die technische Betreuung der Schnittstellen.